
Baustelle Marienkapelle: Ein Drittel der Kosten muss die Seelsorgeeinheit beziehungsweise Pfarrgemeinde selbst aufbringen. (Foto: Gabriele Loges)
An der Marienkapelle in Hettingen haben die Renovierungsarbeiten begonnen. Seit gut fünf Jahren bemüht sich der Bauförderverein Marienkapelle um die Finanzierung des Projekts. Rund ein Drittel müssen die Seelsorgeeinheit Straßberg-Veringen beziehungsweise die Pfarrgemeinde selbst für das denkmalgeschützte Gebäude aufbringen. Die Trennung in zwei Bauabschnitte ermöglicht es nun, dass das undichte Dach renoviert werden kann und die Außenfassade neu verputzt wird.
„Wir sind froh, dass wir die Maßnahmen in zwei Bauabschnitte teilen konnten und der erste Teil finanziert ist“, sagt Pfarrer Hubert Freier. Das wurde allerdings auch höchste Zeit, denn es regnet rein. Im Innern musste zudem ein Stützgerüst für die Decke eingebaut werden. Das kunsthistorisch wertvolle Gebäude aus dem Jahr 1582, das 1730 im Stil des Barocks umgebaut wurde, soll und muss in Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt renoviert werden. Für das Dach bedeutet das auch, dass die alten Dachziegel, die noch brauchbar sind, weiterverwendet werden.
Betreten verboten
Bei der Außenfassade wird zunächst der Eingangsbereich, der an der Bundesstraße 32 liegt und besonders stark beschädigt ist, in Angriff genommen. „Wenn wir es finanziell hinbekommen, soll natürlich die ganze Fassade neu gemacht werden“, sagt Hubert Freier. Ob ein besonderer Schutz zur Straße hin aufgestellt werden soll, müsse erst noch besprochen werden. Für den Bauförderverein ebenso wie für Pfarrer Freier ist es Wunsch und Ziel, dass die Kapelle baldmöglichst wieder für Gottesdienste genutzt werden kann. Zurzeit ist das Betreten verboten.
Auch Gertrud Lieb, Vorsitzende des Baufördervereins, findet es bedauerlich, dass für den zweiten Bauabschnitt noch nicht genügend Spenden eingegangen sind. „Wir bemühen uns, aber es ist wirklich nicht einfach“, sagt sie. Der Verein freue sich über jeden noch so kleinen Beitrag – und auch darüber, wenn sich neue Mitglieder für das bauliche Kleinod begeistern lassen. Ein erster Schritt ist jetzt gemacht. Und wenn das Wetter einigermaßen mitspielt, soll der erste Bauabschnitt im Herbst fertiggestellt sein.
